Glatteis und heftiger Schneefall schränken in weiten Teilen Deutschlands den Berufsverkehr ein. Ein „kleinräumiges, aber wetterwirksames Tief“ zieht nach Angaben des Deutsche Wetterdienstes (DWD) seit Sonntag über die Alpen hinweg nach Norden. Es komme dabei zu kräftigen Schneefällen, im Osten zu Glatteis. Vom Süden bis zur Mitte erwartet der DWD kräftige Schneefälle, die sich in der Nacht um am Morgen auch in den Norden und in den Osten ausweiten. Gebietsweise könne auch gefrierender Regen als Schnee niedergehen. Bis Montagmittag rechnet der DWD mit fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee, über der Mitte bis 15 Zentimeter, lokal seien auch 20 Zentimeter nicht ausgeschlossen. Von der östlichen schwäbischen und der fränkischen Alb müsse bis nach Unterfranken teils mit „unwetterartigen Neuschneemengen“ gerechnet werden, erklärten die Meteorologen. Der heftige Schneefall in Teilen von Baden-Württemberg und Bayern könnte zu „teils massiven Einschränkungen im Straßenverkehr und bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben“ führen. Außerdem gebe es die Gefahr, dass Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen. Die Feuerwehr in Stuttgart warnte am Sonntagabend vor Straßenglätte durch Schneefall. „Wir haben die ersten Einsätze wegen des Schneefalls und rüsten die ersten Einsatzfahrzeuge mit Schneeketten aus“, erklärte die Feuerwehr auf X. Im Landkreis Heilbronn blieben 15 bis 20 Fahrzeuge in der Nacht zum Montag auf einer Autobahnüberleitung im Schnee stecken – vor allem Lastwagen. Die Überleitung von der A6 auf die A81 Richtung Stuttgart bei Weinsberg war deshalb in der Nacht auf Montag zwischenzeitlich gesperrt, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn mit. DWD warnt vor Glatteis in Ostdeutschland Im Osten, etwa in einem Streifen vom Erzgebirge über Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin bis nach Mecklenburg-Vorpommern, wird seit Sonntagabend vor gefährlichem Glatteis auf Straßen und Gehwegen gewarnt. Zunächst setzte gefrierender Regen in Sachsen ein. Später waren dann Brandenburg und Berlin betroffen. Laut DWD ist mit Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr zu rechnen. Regional könne extremes Unwetter nicht ausgeschlossen werden. Am Montag erwartet der Wetterdienst auch tagsüber leichten bis mäßigen Schneefall. „Im Norden kann es auch noch teils kräftig schneien, sodass weiterhin Schneeglätte zu erwarten ist“, erklärt Meteorologe Markus Übel. „Auch im Nordosten geht der anfangs gefrierende Regen in Schnee über, sodass auch dort einige Zentimeter Neuschnee möglich sind.“ Der Westen bleibe weitgehend verschont. Westlich des Rheins seien kaum Niederschläge zu erwarten, gleichzeitig ist es hier mit zwei bis fünf Grad am mildesten, am Oberrhein sind sieben Grad möglich. Für die übrigen Landesteile erwartet der DWD minus ein bis plus zwei Grad. Auch in der Nacht auf Dienstag schneit es gebietsweise weiter, die Intensität lässt aber nach. Glätte durch Schnee, Schneematsch und gefrierende Nässe sind aber weiter möglich.